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[Ausstellungsdetails]

Donnerstag, 13.09.2012 bis Dienstag, 16.10.2012

Fleisch in Maßen - Fleisch in Massen

Fleisch in Maßen – Fleisch in Massen“.

Ausweitung der Massentierhaltung in Deutschland als globales Problem. Eine Ausstellung des Evangelischen Entwicklungsdienstes.

„Die Reduzierung des Fleisch- und Milchverbrauchs in den Industriestaaten und ihre Begrenzung in den Schwellenländern ist der dringendste und effektivste Weg zur Sicherung der Ernährung, der natürlichen Ressourcen und des Klimas….An veränderten Konsumgewohnheiten führt kein Weg vorbei.“

Die Ausstellung wird in Lüneburg in Verantwortung des Lüneburger Arbeitskreis Nord-Süd-Entwicklungszusammenarbeit gezeigt.

Sie ist seit dem 13.09.2012 bis zum 16.10.2012 täglich von 10 – 18 Uhr im Lüneburger Wasserturm geöffnet. Besucher zahlen nur Eintritt nach dem Tarif des Wasserturms. Schulklassen bitten wir um telefonische Anmeldung unter der Nr. 04131/59850 und Schüler und Schülerinnen zahlen nur 1 €.

Die Ausstellung wurde erstmals auf dem Evangelischen Kirchentag im Juni 2011 in Dresden der Öffentlichkeit präsentiert. Nach der Überarbeitung für den Verleih wird sie nun in verschiedenen Städten gezeigt.

Zur Ausstellung heißt es in einer Mitteilung des Evangelischen Entwicklungsdienstes vom 10.09.2012:

„Brot für die Welt hat das Thema der maβlosen Fleischproduktion in Deutschland in einer Ausstellung aufgearbeitet. Unter dem Titel “Fleisch in Maβen – Fleisch in Massen” verdeutlicht sie mit eindringlichen Fotos und informativen Texten die Folgen der steigenden Fleischproduktion und des Fleischexports in afrikanische Länder. Sie bezieht fundiert Stellung zu den globalen Auswirkungen der industrialisierten Massentierhaltung auf Umwelt, Entwicklung und Tierschutz. …

Weltweit hat sich die Fleischproduktion und der Handel mit Fleisch in den letzten Jahrzehnten, vor allem bei Geflügel- und Schweinefleisch, mehr als verdoppelt. In der EU stieg die Fleischproduktion von 1990 bis 2009 von 35,1 Mio. auf 46,9 Mio. Tonnen an, in Deutschland nahm die Fleischproduktion in den Jahren von 2002 bis 2010 um fast 10% zu. Dieser Anstieg war nur möglich durch die Zunahme der industriellen Massentierhaltung in Europa und in Deutschland einerseits, und durch die massive Einfuhr von Sojafuttermitteln aus Südamerika andererseits.

Auch die aktuellen Zahlen für europäische Fleischexporte 2010 brechen alle Rekorde. Allein die Geflügelexporte erhöhten sich um 25% auf 1,3 Mio. Tonnen. Deutschlands Fleischexporte in Drittstaaten stiegen bei Geflügel um 8%. Auch bei Fleischsorten wie Schwein und Rind haben die Exporte in Entwicklungsländer kräftig angezogen. Für die Staaten in West- und Zentral-afrika sind die Konsequenzen der Importe aus der EU und Deutschland dramatisch. Wo Märkte nicht geschützt werden, verdrängt der Billigimport zu Dumpingpreisen das einheimische Fleisch von den Binnenmärkten. Kleinbäuerinnen und –bauern verlieren ihr Einkommen und Armut ist die Folge. Gerade Frauen, die durch Tierhaltung, oft Hühner und andere Kleintiere, eigene Einkünfte erzielt haben, sind besonders hart davon betroffen.

Doch die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung sind auch in Deutschland spürbar: immer gröβere Mastställe, Geruchsbelästigungen für Anwohner, Entsorgungsprobleme der massiv anfallenden Gülle und Überdüngung.“

Insgesamt ist es eine Ausstellung, die mit ihren starken Bildern aufrüttelt und zum Nach- und Umdenken auffordert. Ermutigend ist, dass die Ausstellung zeigt, wie sich Menschen weltweit zusammenschließen, um für eine andere Landwirtschaft einzutreten. In Deutschland geschieht dies zurzeit im Rahmen der Kampagne „Meine-Landwirtschaft“. Seit August d.J. gab es die europaweite Aktion „Good Food March“ für eine faire und nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik. Mit Fahrrädern und Traktoren ging es Quer durch Europa bis vor das Europäische Parlament in Brüssel, Ankunft dort: 19. September 2012. Weitere Informationen: http://www.meine-landwirtschaft.de/good-food-march.html

Harald-J. Firus

23.09.2012

Lüneburger Arbeitskreis Nord-Süd-Entwicklungszusammenarbeit

Sprecher: Harald-Jürgen Firus • Gottfried-Keller-Straße 4 • 21 337 Lüneburg

Tel.: 0 41 31/ 5 98 50 • Fax: 0 41 31/ 85 00 14 • hj.firus@t-online.de 

ak.nordsued@boell-haus-lueneburg.de • www.boell-haus-lueneburg.de