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[Ausstellungsdetails]

Donnerstag, 14.11.2013 bis Sonntag, 24.11.2013

Installation "Feinde/Brüder"

Feinde / Brüder

Deutsche Kriegsgefangene in Japan

Die Geschichte eines außergewöhnlichen Kriegsgefangenenlagers während des 1. Weltkrieges, die von Respekt und Annäherung erzählt. Kunst und Handwerk erleichterten nicht nur das Gefangenenleben, sondern wurden auch an die japanischen Sieger weitergegeben.

1914: Die mit England verbündeten Japaner greifen die deutsche Kolonie Tsingtau in China an. Etwa 5000 deutsche und verbündete Soldaten geraten nach Ihrer Kapitulation in japanische Gefangenschaft. Hans-Joachim Schmidt aus dem Saarland fand im neu erworbenen Haus Postkarten des Vorbesitzers, der während des 1. Weltkrieges in Japan interniert war. Schmidt beginnt eine beispiellose historisch-biografische Suche. Kazue Shinoda sucht ihren Großvater, von dem sie erfährt, dass er deutscher Kriegsgefangener war. Nach fast 100 Jahren gibt es eine deutsch-japanische Familienzusammenführung. Renate Bergner blickt in die Geschichte ihres Vaters, der 1917 im neu errichteten Lager Bando durch Konzerte, Theater und Sport den Lageralltag bewältigt. Bando wurde Sinnbild Deutsch-Japanischer Freundschaft, was vor allem der Verdienst von Lagerkommandant Matsue war. Zuletzt spielten die Gefangenen Beethovens 9.Symphonie, deren Ode an die Freude zur heilmichen Nationalhymne Japans wird. Beim Abschied der Kriegsgefangenen 1920 sagte ihr Sprecher:" In Zukunft werden wir in irgendeiner Form an Menschen, die sich in unglücklicheren Umständen befinden als wir, Ihren Geist weitergeben."Alle Menschen sind Brüder", Sayonara