[Aktuelle Wechselausstellung]




04.11. bis
23.11.2008
 

Blutmühlen
Kunst zum Ersten Weltkrieg 1914 – 1918

Vor 90 Jahren - am 11. November 1918 - endete der Erste Weltkrieg, in dessen mörderischen "Ausblutungsschlachten" fast 10 Millionen Soldaten einen grausamen Tod starben. Namen wie Verdun, Ypern oder die Somme stehen auch heute noch für ein bis dahin beispielloses Massensterben, das der Propaganda vom "Heldentod" Hohn sprach. Im Gegensatz aber zu Frankreich oder England ist diese "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" hierzulande ein fast vergessenes Ereignis, überlagert durch die Ungeheuerlichkeiten des Zweiten Weltkrieges.

Aus diesem Grund hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., der weltweit rund 400 Friedhöfe mit Toten des Ersten Weltkrieges pflegt, eine Ausstellung erarbeitet, die sich auf künstlerische wie informative Weise mit dem Geschehen zwischen 1914 und 1918 auseinandersetzt.

Gezeigt werden Zeichnungen, Lithografien und Drucke von Willibald Krain (1886-1945) und Aloys Wach (1892-1940), die bereits zu Kriegszeiten mit schöpferischen Mitteln gegen das Morden protestierten und dafür später von den Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt wurden. Ergänzt werden die Werke durch Texte und Fotos, die das Leiden und Sterben der Soldaten in diesem Krieg erläutern. Die Ausstellung richtet sich an eine breite Öffentlichkeit und ist vor allem für Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen geeignet, da sie bietet Anknüpfungspunkte für den Unterricht in verschiedenen Fächern (Geschichte, Politik, Religion, Kunst, Werte und Normen etc.) bietet.

Für die Besichtigung der Ausstellung (sowie des gesamten Wasserturms) zahlen Schulklassen einen ermäßigten Eintrittspreis von € 1,50/Schüler; bei Interesse bittet das Team des Wasserturms um eine kurze Vorabinformation.