. .

[Dauerarbeitsplätze]

Integration langzeitarbeitsloser SozialhilfeempfängerInnen

Das Personalkonzept für den Wasserturm sieht vor, dauerhaft mit Menschen zusammenzuarbeiten, die, aus unterschiedlichsten Gründen, den Anschluß an den ersten Arbeitsmarkt verloren haben...

Hier wollen wir stärkende und ermutigende Signale setzen, indem wir die Bereiche, in denen wir im Wasserturm Personal brauchen, mit Personen aus dem Kreis langzeitarbeitsloser SozialhilfeempfängerInnen besetzen. Es handelt sich hier um bis zu 12 jeweils auf ein Jahr befristete und dann neu zu besetzende Dauerarbeitsplätze für Frauen und einen Posten für einen Hausmeister. Die Aufgaben der "Turmfrauen" umfassen sämtliche Servicebereiche von Kasse über Aufsicht und Reinigung bis hin zur Betreuung von Hochzeiten und Kulturveranstaltungen. Da die Öffnungszeiten des Wasserturms länger sind als ein normaler Arbeitstag, müssen alle Stellen ca. 1,5-fach besetzt werden. Hieraus ergibt sich die zunächst hoch erscheinende Zahl der Arbeitsplätze. Die Personen finden wir über die Fachstelle "Hilfe zur Arbeit" des Sozialamtes Lüneburg. Die gesetzliche Grundlage ist der § 19 des Bundessozialhilfegesetzes.
Wichtig ist uns, dass diese bisher Arbeitslosen im Wasserturm nicht einfach nur beschäftigt werden, sondern neben individuellen Förderungen in Kooperation mit der Volkshochschule Fortbildungen in den Bereichen Elektronische Datenverarbeitung und Bewerbungstraining erhalten.

Turmfrauen betreuen Touristen

Projekt von Stadt und VHS baut Teilnehmern eine Brücke in den Arbeitsmarkt
Artikel der Landeszeitung vom 30.04.2004


rast Lüneburg. Sie kümmern sich um die Organisation und sind ständige Ansprechpartner für das Publikum: die Turmfrauen und ein Turmmann im alten Wasserturm. Jetzt erhielten sie bei ihrer Lehrgangsabschlussfeier ihre Zertifikate: Larisa Knaub, Lydia Demidova, Anatolij Berger, Reina Herlitschke, Melanie May, Helena Sterz und Isabella Dziwisz.

Die AbsolventInnen haben für die Erlangung des Zertifikats ein Jahr lang auf der Grundlage des Bundessozialhilfegesetzes im Wasserturm gearbeitet, ihr Arbeitsfeld reicht vom Saubermachen über die Besucherbetreuung am Empfang bis hin zur Mitorganisation von Veranstaltungen wie den Vollmondnächten, der Halloween-Party oder kürzlich dem Wassertag. Die Führungen allerdings überlassen die Turmfrauen weiterhin den Schülern von nebenan.

Hinter diesem Engagement steckt ein Projekt der Stadt Lüneburg und der Volkshochschule unter dem Titel "Hilfe zur Arbeit", das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Brücke in den normalen Arbeitsmarkt bauen soll.

Die Volkshochschule Lüneburg übernimmt einmal in der Woche die Aufgabe der schulischen Weiterbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Deutsch, Bewerbungstraining und Einführung in die EDV stehen unter anderem auf dem Stundenplan.

Wie es im Wasserturm vom kommenden Jahr an weitergehen soll, ist zurzeit allerdings noch unklar - das Projekt "Hilfe zur Arbeit" soll Ende dieses Jahres wegfallen. Das würde das Aus für die Turmfrauen bedeuten.