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[Hauptschule Stadtmitte]

Integration Kinder und Jugendlicher

  • Ziel 1: Die SchülerInnen stärken, ermutigen, ihr Selbstvertrauen ausbilden helfen, Gerechtigkeitssinn, soziales Verhalten und Fairneß entwickeln, ihnen Perspektiven, Hand-lungs- und Einflußmöglichkeiten sichtbar machen.
  • Ziel 2: Die SchülerInnen sensibilisieren für soziale, ökonomische und ökologische Prozesse und deren Interdependenzen; angefangen beim Bewußtsein für das Beziehungs-gefüge des eigenen Lebens, bis hin zum potentiell globalen Kontext, in den sich das eigene Handeln mit seinen Auswirkungen zu stellen hat.
  • Ziel 3: Die SchülerInnen als Multiplikatoren gewinnen für die Weitervermittlung der Umweltbildung in die Familien, Freundeskreise, Freizeitaktivitäten, Vereine, etc.

Das traditionelle Gestaltungsmuster, das SchülerInnen über Leistungen, Zensuren, Zeugnisse und Abschlüsse in die berufliche Ausbildung und schließlich in das Erwerbsleben entläßt, verliert zunehmend an Gültigkeit, da Erwerbsarbeit in den Industriegesellschaften einerseits immer anspruchsvoller, andererseits immer knapper wird und bleibt.

Eine von dieser Entwicklung besonders betroffene Gruppe sind die HauptschülerInnen. Zu den Benachteiligungen bei den sozialen und kulturellen Ausgangsbedingungen kommt in vielen Fällen die Erfahrung von Arbeitslosigkeit und Sozialhilfeempfang im Elternhaus. Die negativen Folgen für die Lern- und Leistungsbereitschaft und das Sozialverhalten der Kinder werden deutlich sichtbar. Der für ein gedeihliches Aufwachsen benötigte Schutzraum Schule kann seiner kompensatorischen Aufgabe mit den vorhandenen traditionellen Mitteln nur noch unzureichend nachkommen.

Angeregt durch das EXPO-2000-Schulmotto "Mensch-Natur-Technik Welche Schule braucht die Zukunft unserer Welt?", erarbeitete das Kollegium der Hauptschule Stadtmitte 1998 als Bewerbungsschrift das "Bildungsprojekt Lüneburger Wasserturm". Eine Zertifizierung wurde, aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten und der zum damaligen Zeitpunkt noch ungeklärten Finanzierung des Projektes, jedoch nicht bewilligt. Die HS Stadtmitte begann dennoch mit der Umsetzung des Projekts.

Das Kollegium der Schule erarbeitete pädagogische und methodisch-didaktische Konzepte und Anforderungsprofile sowie Kriterienkataloge für Umweltbildung im Wasserturm. Innerhalb der Unterrichtsorganisation der Schule wurden neue Schwerpunkte gesetzt: Offene, projektorientierte Lernformen ersetzen an vielen Stellen den fächerbezogenen Unterricht innerhalb starrer Zeitstrukturen. Die Hauptschule Stadtmitte hat es sich zur Aufgabe gemacht, sowohl dem Unterrichtsgeschehen als auch dem schulischen Alltag das Thema Nachhaltigkeit in möglichst umfassender Weise zugrunde zu legen. Es wird bereits in der Klassenstufe 7 mit einer konsequenten Umsetzung dieser Thematik begonnen. Im Vordergrund steht die Ausbildung der SchülerInnen zu verantwortungsbewußten jungen Menschen, die willens und imstande sind zur Lösung der Zukunftsprobleme einen Beitrag zu leisten.

Die Agenda 21 und ihre Handlungsanweisungen, einen nachhaltigen, somit bewußten, verantwortungsvollen und solidarischen Umgang mit Mensch und Erde, mit wirtschaftlichen und ökologischen, sozialen und kulturellen Ressourcen zu lernen und zu praktizieren, liefert hierfür die Zielstellung.